Günstiger Golfen in Deutschland

Golf ist auch in Deutschland längst kein Sport für Reiche mehr, sondern vielmehr auf dem Weg zum Breitensport. Für den interessierten Einsteiger gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten günstig in den Golfsport einzusteigen. Zahlreiche Clubs werben mit entsprechenden Angeboten. Sogenannte Schnupperkurse sind hervorragend geeignet, den Golfsport kennenzulernen. Für den Anfang benötigen Sie nicht mehr als ein Paar normale Sportschuhe und bequeme Kleidung. Den Rest der Ausrüstung können sie vor Ort günstig ausleihen. Daneben werden immer mehr Kurzplätze und Übungsbahnen werden gebaut. Sie stehen den Anfängern ohne Platzerlaubnis zur Verfügung. Hier kann man ganz unverbindlich die Atmosphäre auf der Runde schnuppern. Hat man einmal den Ball richtig getroffen und er fliegt mit einem satt „plok“ über den Platz, ist man meist infiziert vom Virus „Golf“. Spätestens jetzt stellt sich die Frage nach der Platzreife. Die Platzreife ist Voraussetzung um auf einem regulären Golfplatz spielen zu dürfen.

Die Platzreife
Um die Platzreife-Prüfung zu bestehen, muß der Spieler mit einem PGA-Trainer eine Runde über den Golfplatz gehen, und darf dabei nur eine bestimmte Anzahl von Schlägen benötigen, die entsprechend dem Par des Platzes dem Handicap 54 entsprechen würden. Auch muß eine theoretische Regelprüfung abgelegt werden, bei der jedoch die Regeln auch während der Prüfung zur Hand genommen werden dürfen, da der Deutsche Golf Verband (DGV) davon aus geht, daß jeder Spieler während einer Runde auch seine Regeln mit sich führt.

Seit dem Sommer des Jahres 2004 muß im DGV zusätzlich eine Etikette-Prüfung abgelegt werden. Der günstigste Weg zur Platzreife sind Gruppenkurse die inzwischen in großer Auswahl angeboten werden. Die Kosten dafür liegen zwischen € 100 und € 200. Wichtig ist, daß man auch zwischen den Unterrichtsstunden die Möglichkeit zum selbständigen Üben hat.

Die Mitgliedschaft in einem Club
Nach bestandener Platzreifeprüfung steht meist eine wichtige Frage an. Ob und in welchen Golfclub soll man eintreten. Ohne Mitgliedschaft darf man nur auf wenigen Golfplätzen in Deutschland spielen. Hier macht sich der elitäre Charakter des Golfens also durchaus noch bemerkbar. Die Konkurrenz auf dem Golfmarkt hat zwar positive Auswirkungen.Viele Clubs werben mit attraktiven Angeboten um Neumitglieder und bieten neben regulären Mitgliedschaften auch Jahres-Schnupper-Mitgliedschaften an. Dennoch ist die Mitgliedschaft in einem Golfclub spätestens nach Ablauf der Schnupper-Mitgliedschaften meist kein ganz billiges Vergnügen. Fernmitgliedschaften oder eingeschränkte Mitgliedschaften bieten die Möglichkeit hier die Kosten etwas zu reduzieren. Es lohnt sich allerdings genau hinzuschauen. Wer weniger bezahlt bekommt auch weniger Leistung. Wer zum Beispiel regelmäßig am Wochenende in seinem Club spielen möchte, kommt meist um eine Vollmitgliedschaft nicht herum. Fernmitgliedschaften bieten die Möglichkeit in anderen Clubs gegen Greefee (eine Art Platzbenutzungsgebühr). Auch hier lohnt es sich zu rechnen, den die Greenfee liegt je nach Club, Tag und Uhrzeit zwischen € 40-60 für 18 Löcher. Darüber hinaus gibt es Fernmitgliedschaften die von einigen Clubs nicht anerkannt werden. Insbesondere bei Billig-Angeboten aus dem Ausland ist Vorsicht geboten. Im eigenen Club spielt man mit einer Fernmitgliedschaft meist für das halbe Greenfee.

Die preiswerteste Möglichkeit, mit dem Golfsport anzufangen, ist eine Mitgliedschaft im VcG. Mit der Mitgliedskarte (220 Euro, 115 Euro ermäßigt) kann man in den meisten der ca. 700 deutschen Golfclubs als Gast spielen (Tagesgebühr zwischen 20 und 50 Euro).Das Neumitglied erhält einen Mitgliedsausweis, der auch im europäischen Ausland anerkannt wird. Allerdings ist es ratsam, sich dort vorher anzumelden. Richtig Golf spielen Leider bedeutet die Platzreife keinesfalls, daß man nun Golfspielen kann. Vielmehr beginnt nun der lange Weg zum richtigen Golfschwung. Die Schlüsselfigur für den Einstieg ist der Golflehrer, der “Pro” genannt wird. Fünf oder auch zehn Trainerstunden sind meist viel zu wenig. Es dauert in der Regel einige Monate, bis der Ball eine halbwegs befriedigende Flugbahn erreicht. Der Golflehrer nimmt zwischen 38 und 60 Euro pro Stunde. Preisbewußte Schüler nehmen sich einen Lehrer zu zweit und halbieren so die Kosten. Die richtige Ausrüstung Kaufen Sie sich als Beginner nicht gleich einen sündhaft teuren Schlägersatz. Für das erste Jahr ist ein günstiger Einsteigersatz genau das richtige. Auch ein Schnäppchen unter den gebrauchten Sätzen wäre völlig ausreichend. Auf den Driver können sie im ersten Jahr getrost verzichten.

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